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Pantha du Prince – The Triad

Das neue Album des legendären deutschen DJs wurde von Kritikern und Fans gleichermassen sehnsüchtig erwartet. Wir haben schon mal für euch reingehört! Von Julia Sabino

005343246_500Ein Faible für Glöckchen und komplizierte, musikalische Konstrukte hatte er schon immer. Und alleine diese Tatsache hat Seltenheitswert im sonst ja eher eintönigen BumBum-Arsenal der Technoszene. Bereits mit seinem Erstling «Diamond Daze» aus dem Jahre 2004 traf Pantha du Prince einen geschmacklichen Nerv, war nicht einfach nur Mainstream, und schaffte es doch, ein grosses Publikum für sich einzunehmen. Auch die folgenden Werke waren gespickt mit ziemlich anspruchsvollen Klangarrangements und sphärisch-verworrenen Beats, und wurden so schnell zu seinem direkten Markenzeichen.

Ganz klar, auch auf seinem neuesten Baby findet man Songs mit grossem Wiedererkennungswert, und doch: «The Triad» ist irgendwie anders. Grossen Wert wird diesmal nämlich auf den Co-Gesang anderer Künstler gelegt (Tip: «The Winter Hymn» feat. Queens) – ein ziemliches Novum für den DJ, der sich mit Kollaborationen bis anhin eher zurück hielt. Auch sonst gibt es für den Hörer einiges an Perlen zu entdecken: Als Anspieltipps sollen hierbei das treibende «Lichterschmaus» und «Frau im Mond. Sterne laufen» genannt werden, die in gewohnter Pantha-Manier daherkommen und -vor allem Letzteres- in einem gewaltigen Perkussionsgetöse gipfeln.

Fazit: «The Triad» ist vermutlich nicht für jeden was, dafür sind die klanglichen Arrangements teilweise zu wenig tanzbar. Dennoch: Für Fans von Pantha du Prince gibt es mehr als nur ein Highlight auf der Scheibe, und auch für Neulinge gibt es durchaus Interessantes zu entdecken.

 

Di 24.05. 2016