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Do 30.03. 21:00 | Bad Bonn Düdingen | Folk, Indie

Woods

...und die Suche nach dem Sweet Spot

Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des letzten Albums mit dem wohl umständlichsten Titel der Welt (City Sun Eater in the River of Light), wird die Band im Mai ihre zehnte Scheibe rausbringen. Bevor es soweit ist, werden die fünf Herren aber bald im Bad Bonn zu hören sein. Von Isabelle Ruchti

Die Musiker aus Brooklyn scheinen den Punkt, wo Instrumentation und Gesang in Balance stehen, gefunden zu haben. Hört man sich durch die letze Platte, so steht im Vordergrund weder das eine, noch das andere – vielmehr ist es die Dialogstruktur dieser beiden Elemente, welche die Songs dominiert. Wo die Instrumentation ausschweift, verstummt die Stimme; wo diese singt, macht der instrumentale Gegenpart Platz.

Unter die Folk-Melodien mischen sich Jazz-, Soul- und Reggaeeinflüsse, die ihren Höhepunkt in jam-artigen Zwischenspielen finden. Hornklänge setzen ein, der Bass löst sich aus seiner Monotonie und die Rasseln scheppern zur aufgedrehten Gitarre. Schliesslich antwortet die luftige Stimme Jeremy Earls, welche durch ihre Beschaffenheit gendertypische Zuschreibungen vom ersten Ton an auf den Kopf stellt. Daraus resultiert die wiedererkennbare Songstruktur, die das Ohr weder überfordert, noch langweilt.

Doch mit dieser beachtenswerten Eigennote ist es nicht getan. Beim längeren Zuhören scheint die Dosierung der Falsettostimme einen Wert anzunehmen, der den Sweet Spot zum Kippen bringt . Es fragt sich, warum das Quintett derart darauf beharrt, wenn doch ein wenig gesangliche Vielfalt neue Horizonte eröffnen könnte.

 

Infos

Donnerstag, 30. März 2017
Bad Bonn / Düdingen / 21:00 Uhr

Mittwoch, 29. März 2017
La Gravière / Genf / 21:00 Uhr

Mo 20.03. 2017